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10.-12. Woche in Emils Leben

IMG_3317Die 8.-12. Lebenswoche eines Welpen nennt man die Sozialisierungsphase. Hier geht es vor allem darum Erfahrungen zu sammeln. Wie ihr wisst, ist Emil mit 9 Wochen bei uns eingezogen. Jetzt geht es also rund in der Entwicklung, die rasend schnell von statten geht.

Emil bewegt sich immer sicherer (ok, beim Kratzen am Ohr fällt er immer noch um) und erkundet auch die weitere Umgebung. Außerdem lernt er gerade das soziale Verhalten in unserem Rudel.

Vor allen Dingen was man darf und was Tabu ist. Nein Emil: das sind meine Schuhe, nicht auf das Sofa, der Teppich wird nicht gefressen, das ist Scarletts Körbchen, Wespen darf man nicht jagen, du musst nicht das Holz im Wald aufräumen und auffressen, die Katze wird nicht angebellt…

Oh man, was man so alles Spannendes nicht darf.

Wir spielen viel zusammen und üben die Sieger- und Verliererrolle. Anschließend gibt es auch immer eine laaange Kuscheleinheit. Der Kerl ist ja so schön weich.

Fressen in der Gemeinschaft und Futterneid sind auch so ein Thema. Ganz schön blöd, wenn man selbst sein Futter binnen Sekunden verschlungen hat und dann weder der Katze noch Scarlett helfen darf ihren Napf zu leeren. Daher hat Emil jetzt einen Anti Schling Napf. Das Fressen dauert bei ihm also auch etwas länger und alle können in Ruhe die Mahlzeit vertilgen.

Mittlerweile haben wir gut miteinander rausgefunden wann Emil sich erleichtern muss und seit längerer Zeit hatten wir kein Malheur mehr in der Wohnung. Er zeigt uns an wann er muss, in dem er zur Tür geht. Wir müssen es eben nur sehen.

Das Alleinebleiben klappt mit Scarletts Hilfe schon richtig gut. Emil kann sich da prima anschauen, dass man in der Zeit einfach mal chillen kann und Herrchen und Frauchen auf jeden Fall wieder kommen.

Üben, üben, üben. Das Abrufen muss natürlich zur Sicherheit aller perfekt klappen. Wir trainieren also im Garten, im Haus und beim  Gassi gehen.

Besonderen Spaß hat Emil am Apportieren. Vor allem mit Herrchen und dem Stoffball wird das Bringen des Balles immer wieder gerne geübt.

Gemeinsam entdecken wir aber auch die Welt. Auf Spaziergängen trifft man ja die unterschiedlichsten Lebewesen. Menschen mit Kinderwägen, Pferde, Kühe, Schafe, aber auch andere Hunde. Bisher ist Emil sehr gelassen und meistert alle Situationen ganz souverän. Das liegt auch an seinem großen Rückhalt Scarlett. Treffen wir einen Hund beim Gassi gehen ohne Scarlett, ist Emil auch nur halb so mutig.

Die Hunde meiner Mutter und meiner Schwester konnte Emil nun auch schon kennen lernen. Kein Problem, sie verstehen sich alle. Ein schreiendes Baby bringt Emil auch nicht aus der Ruhe. Ein kurzer Blick und weiter geht es.

Letzte Woche haben wir uns mit seinen Geschwistern und seiner Mutter auf einen Spaziergang getroffen. Da wurde getobt und auch mal gemessen wer der Stärkere ist. Seine Schwester Lilo hat Emil dann mal gezeigt wie man mit einer Dame nicht umgeht. :-)

Aktuell waren wir im Baumarkt und im Zoogeschäft. Es ist wirklich unglaublich mit welchem Vertrauen der kleine Kerl hinter mir her marschiert. Zwischendurch setzt er sich mal und schaut sich die Dinge so an. Danach ist er geschafft und nimmt sich seine Ruhezeit.

Spannend so eine Entwicklung. Und wir haben noch eine Menge Dinge die wir kennen lernen und üben müssen. Darüber berichte ich im nächsten Beitrag.

… to be continued!

Die Reaktion auf Rotpunkt

Schon während der letzten Wochen zeichnete sich bei der Züchterin der Gedanke ab, dass eventuell der Rüde mit dem roten Punkt ein geeigneter Schulhund sein kann. Er zeigte alle Merkmale, die wichtig für diesen Aufgabenbereich sind:

Er ist menschenbezogen, neugierig, mutig, nervenstark und freundlich. Meiner Klasse habe ich davon erzählt und bei Fotos wurde immer genau nach Rotpunkt Ausschau gehalten.

Die Frage wer Emil denn nun wirklich ist, blieb aber doch lange offen.2015-06-26 08.20.31 Als jetzt der Welpentest durchgeführt wurde und es sich herausstellte, dass Angelikas Einschätzung sehr zutreffend war, erzählte ich natürlich sofort den Schülern davon.

Der Jubel war groß und alle haben sich gefreut, dass ihr bereits schon geliebter Rotpunkt tatsächlich unser Emil ist. Ich glaube es wäre sehr schwer zu erklären gewesen, wenn es nicht Rotpunkt geworden wäre. Puh, Glück gehabt!!!!

…to be continued!

Ich bin Emil!

Ich bin Emil!Am Samstag war nun der Wesenstest, der von einer anderen Züchterin durchgeführt wurde. Und meine Züchterin hat die Familien ausgewählt, die am Besten für uns sind. Vom Charakter her und ihren Eigenschaften und Neigungen müssen die ja schon zu uns passen. Ich glaube, meine Züchterin hat das irgendwie andersrum erzählt, aber wir Geschwister sehen das so… ;-)

Auf jeden Fall wird die Familie Zinganell mein neues Zuhause sein. Ich? Ja, ich bin der Welpe, der bisher auf den Fotos und Videos als Rotpunkt durchs Bild huschte. Nächste Woche am Donnerstag kommt die Familie wieder zu Besuch, dann muss ich denen das schonend beibringen. Aber ich denke, die freuen sich darüber, und der Rest ist ja Erziehungssache. Gemeinsam bekommen wir das schon hin. Schließlich will ich mit meinem neuen Frauchen ja auch in die Schule gehen und da muss die sich schon zu benehmen wissen. Von meiner Klasse 2b, nach den  Sommerferien die 3b, habe ich auch schon Post bekommen. Das hat mich sehr freut. Natürlich habe ich auch geantwortet.

Am 24.07. komme ich dann „nach Hause“. In der Woche vorher werden sich meine neue Familie und ich so oft sehen, wie es geht, damit wir uns gegenseitig noch besser kennen lernen können. Eine neue, spannenden Zeit liegt vor mir, vor uns!

Meine Schwester Lilo und ich erkunden schon mal die Umzugskartons… ;-)

 

…to be continued!

Jede Menge Arbeit…

Angelika und Rotpunkt

…hat die Züchterin, Angelika Hormel. Ohne ihren wirklich tollen Einsatz und die hingebungsvolle Arbeit, die sie in die Zucht dieser Golden Retriever steckt, könnten die neuen Erdenbewohner nicht so gedeihen, wie sie es tun. Dem Tagesablauf der Welpen angepasst, ist sie immer da, wenn die jungen Hunde was fallen lassen, sei es groß oder klein, sie beobachtet und sorgt sich. Erste Einschätzungen werden gemacht, welcher Welpe könnte in welche neue Familie passen. Natürlich gehört zu dieser „Zuteilung“ auch der Welpentest, der in etwa nach der 6. Woche gemacht wird, aber die Züchterin kennt „ihre“ Kleinen doch am besten, verbringt sie die meiste Zeit mit ihnen und wird daher später auch das Zünglein an der Waage sein. Sie kümmert sich aber auch um Mutterhündin Mira, damit sie nicht zu kurz kommt und vor allem hundgerecht ihren Nachwuchs größer ziehen kann. Bei einem wiederkehrenden 3-Stunden Rhythmus ist das auch für Frau Hormel anstrengend. Natürlich darf man auch nicht die Familie vergessen, die entweder durch jetzt genommenen Urlaub zur Seite steht oder sonst einfach da ist, wenn mal eine dritte oder vierte Hand benötigt wird. Wenn Frau Hormel morgens für ein paar Stunden nicht da ist, versorgt ein Hundesitter die Sprößlinge. Man sieht, es gibt viel zu tun, und es wird es getan. Alleine dafür gilt schon mal unser herzlichster Dank, denn dadurch bekommen wir einen Welpen an die Hand, der aufs Beste für die kommende Zeit bei uns vorbereitet sein wird.

DANKE!

…to be continued!

Es ist alles so aufregend

hibbeligHallo, heute schreibt mal das Frauchen.

Etwa 1 Jahr Planungen und Überlegung stecken nun schon in unserem Familien- und Schulhundprojekt. Von der ersten Idee einen zweiten Hund in unser Familie aufzunehmen, über die Idee den Hund mit in die Schule zu nehmen, bis zur momentanen Umsetzung ist viel Zeit vergangen. Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem es schon sehr konkret ist. Wir warten auf die Geburt der Welpen. Es wird schon bald soweit sein.

Wenn alles gut klappt, zieht sie/er mit Beginn der Sommerferien bei uns ein. Zur Auswahl des Welpen schreiben wir zu gegebener Zeit. Das ist wirklich ein Thema für sich.

Heute aber war ich in Gießen bei einer sehr netten Kollegin und ihrer Schulhündin Nelly. Was soll ich sagen, ich kam mit vielen Fragen im Gepäck und hatte die Möglichkeit sie alle zu stellen. Es ist sehr wertvoll für mich mit jemanden austauschen zu können, der Erfahrung hat. Nelly ist ebenfalls als Welpe schon in die Schule gegangen.

Während unseres Gesprächs lag Nelly dösend zu unseren Füßen, ein tolles Gefühl. So angenehm und eben unbeschreiblich schön. Ich freue mich schon, wenn es bei uns in der Schule ebenso ist. Sehr beeindruckt war ich auch von der Schulleiterin, die sofort angefangen hat von den Vorzügen eines Schulhundes zu schwärmen.

Mein Schulteam, aber auch die Eltern fragen immer häufiger, wie es denn momentan aussieht mit dem Schulhund. So viel Interesse habe ich nicht erwartet. Es freut mich aber sehr.

Der Tag heute hat mir viele hilfreiche Tipps und Ideen gebracht, die ich sicher umsetzen werde.  Vielen Dank für das Angebot auch weiterhin meine Fragen loswerden zu können.

So, der nächste Schritt steht nun bevor und das ist für mich der spannendste: Ich werde in der nächsten Woche meiner Klasse 2b erzählen, dass wir einen neuen Mitschüler/ eine neue Mitschülerin bekommen.

Auf die Reaktionen bin ich soooo gespannt. :))

Ich werde natürlich berichten…

 

…to be continued!